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Ein Wiedersehen

So glücklich stand sie da, so schön. Der Wind streichelte ihr Haar, die Sonne wärmte ihr Gesicht. Ihre Schönheit faszinierte mich, ihr Charakter, ihre Stimme. Sie war so glücklich, an diesem Tag, nicht ahnend, was geschehen würde. Wir gingen durch den Park, zu zweit, legten uns auf eine Wiese. Ich werde diesen Tag nie vergessen, ein Herbsttag. Der Wind ließ die Blätter von dem Bäumen fallen, die Sonne schien, die Vögel sangen. Ihr letztes Lied. Wir sprachen über Liebe. Ich wollte sie wieder sehen, gleich Morgen. Hätte es tun sollen, ihn den Brief, nur führ sie. Es ist zu spät, sie ist weg, weit weg. Ich besuche sie, alle zwei Tage. Immer wenn ich bei ihr bin, fühl ich mich so grenzenlos, so frei, kann alles andere vergessen. Die Ruhe dort lässt mich an den Tag denken, als es geschah. Ich grüße sie von den anderen jedes Mal. Wenn ich dann gehe, sehe ich zu Hause, dass wieder Post für sie da ist, obwohl doch jeder weiß, dass sie weggezogen ist. Ich will so nicht mehr leben, so allein, so einsam. Alles ist so kalt und grau ohne sie. Immer wenn ich, weinend vor Trauer, vor ihrem Grab stehe, überlege ich, wie es währe, wenn sie nicht fortgegangen wäre. Diese Frage, diese Gedanken, sie quälen mich. Warum? Warum sie? Warum nicht ich? Sie war doch noch so jung, so unschuldig, so lebhaft. Es brach mir das Herz, liebte sie doch. Ich hätte es verhindern können, verhindern müssen. Konnte mich nicht einmal verabschieden von ihr. Es war doch alles so schön an diesem Tag, bis zu diesem Zeitpunkt, als sie mich verließ. Alles verstummte, wurde grau um mich herum, ich fiel in ein tiefes Loch voller Trauer. Hielt sie in den Armen, sie war so leblos, so kalt. Das Wasser lief ihr Gesicht herunter, mir schien, als ob sie weinte, um mich, um sie. Ich kann nicht mehr ohne sie. Ich will nicht mehr leben ohne sie. Ich stehe hier und muss an sie denken. Denke darüber nach wie ich mit ihr vereint sein kann im Tod. Werde ich sie Wiedersehen, im Himmel? Ich kann sie nicht vergessen, darf es nicht, will es nicht. Ich spüre sie, ganz nah bei mir, höre ihre Stimme im Wind. Ich weiß, dass sie manchmal weint, wenn es regnet, bis die Sonne wieder scheint. Es hat keinen Sinn mehr, mein Sinn mehr, mein Leben. Die Trauer, sie ist zu groß. Ich schaffe es nicht ohne sie. Sie war, alles was ich hatte, alles was ich liebte. Nun ist sie fort, ich will zu ihr, will bei ihr sein, für immer. Ich halte ein Bild in der Hand, von ihr. Ich gehe zu ihr, trauert nicht um mich. Werde euch nie vergessen. Ich bin so einsam, kann nicht mehr leben ohne sie, es tut mir leid. Ich werde euch wieder sehen, im Himmel.
5.6.06 00:09
 


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